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Viele Menschen mit Behinderungen sind in Deutschland weiterhin von Diskriminierung betroffen

Datum 07.09.2026

Sechs von zehn Menschen mit Behinderungen haben in den vergangenen fünf Jahren Diskriminierung erlebt. Besonders häufig berichten Betroffene von Barrieren im öffentlichen Raum, am Arbeitsplatz und im Kontakt mit Behörden.

Eine Onlineumfrage der Aktion Mensch unter fast 600 Betroffenen zeigt: Menschen mit Behinderungen erleben in Deutschland immer noch deutlich häufiger Diskriminierung als die Gesamtbevölkerung. Vor dem Hintergrund der propagierten vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und der vertragsstaatlichen Verbindlichkeiten durch die UN-Behindertenrechtskonvention entpuppt sich hier also immer noch ein enormer behindertenpolitischer Handlungsbedarf.

Besonders häufig treten Benachteiligungen im öffentlichen Raum auf. 68 Prozent der Befragten berichten dort von Barrieren, 59 Prozent am Arbeitsplatz und 57 Prozent bei Behörden und Ämtern. Die Erfahrungen reichen von abwertenden Gesten und herabwürdigenden Kommentaren bis hin zu fehlender Barrierefreiheit.

Die Folgen wirken oft lange nach. 44 Prozent der Betroffenen vermeiden nach einer Diskriminierung ähnliche Situationen. 23 Prozent besuchen bevorzugt nur noch Orte, an denen sie keine Benachteiligung erwarten.

Zugleich wissen 37 Prozent nicht, an wen sie sich im Fall einer Diskriminierung wenden können. 76 Prozent sind deshalb der Meinung, dass in Deutschland nicht genug gegen Diskriminierung getan wird.

Die Diagnose ist gestellt. Nun muss es um eine nachhaltige Aufarbeitung gehen, flankiert durch die Verbesserung und Herstellung von Gleichberechtigung, Chancengleichheit, Akzeptanz, Barrierefreiheit und Achtung.

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