Die steuerlichen und sozialpolitischen Änderungen seit dem Jahresbeginn 2026
Datum 10.02.2026
Mit dem Beginn des neuen Jahres 2026 sind zahlreiche gesetzliche und steuerrechtliche Änderungen Inkraftgetreten. Was sich genau geändert hat und was das für den Einzelnen bedeutet, soll der nachfolgende Überblick flankieren.
Zum Jahresbeginn 2026 traten in Deutschland zahlreiche steuerliche und sozialpolitische Änderungen in Kraft. Sie betreffen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Familien, Rentner, Unternehmen sowie ehrenamtlich Engagierte. Ziel der Reformen ist es, die Kaufkraft zu stärken, Mobilität fairer zu gestalten und bürgerschaftliches Engagement zu fördern.
Mehr Netto durch höhere Freibeträge und Leistungen
Der steuerliche Grundfreibetrag steigt auf 12.348 Euro und sichert damit ein höheres steuerfreies Existenzminimum. Entsprechend erhöht sich auch der Unterhaltshöchstbetrag. Familien profitieren von einem Anstieg des Kindergeldes auf 259 Euro monatlich sowie von einem höheren Kinderfreibetrag von 9.756 Euro. Auch die Renten sollen zum 1. Juli 2026 voraussichtlich um 3,7 Prozent steigen.
Arbeitsmarkt: Mindestlohn, Minijobs und Aktivrente
Der gesetzliche Mindestlohn erhöht sich auf 13,90 Euro pro Stunde. Damit wächst auch die Minijob-Grenze auf 603 Euro monatlich. Neu ist zudem die sogenannte Aktivrente: Beschäftigte im Rentenalter können künftig bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei hinzuverdienen – ein Anreiz, länger im Erwerbsleben zu bleiben.
Entlastungen für Pendler und Beschäftigte
Die Entfernungspauschale steigt einheitlich auf 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer. Geringverdiener mit langen Arbeitswegen profitieren weiterhin von der nun dauerhaft geltenden Mobilitätsprämie. Zusätzlich können Gewerkschaftsbeiträge ab 2026 auch neben dem Werbungskosten-Pauschbetrag steuerlich geltend gemacht werden.
Gastronomie, Ehrenamt und Sozialabgaben
In der Gastronomie gilt für Speisen wieder dauerhaft der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent, während Getränke mit 19 Prozent besteuert bleiben. Ehrenamtlich Tätige profitieren von deutlich höheren Freibeträgen, einer Anhebung der Freigrenzen für Vereine und der Anerkennung von E-Sport als gemeinnützigem Zweck. Gleichzeitig steigen für Gutverdiener die Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung.
Fazit
Die Steueränderungen 2026 bringen für viele Bürgerinnen und Bürger finanzielle Entlastungen, gehen aber auch mit höheren Abgaben für Spitzenverdiener einher. Insgesamt setzt der Gesetzgeber auf mehr soziale Ausgewogenheit, eine stärkere Förderung von Arbeit und Ehrenamt sowie gezielte Impulse für Konsum und Mobilität.