Assistenzangebote für Menschen mit Behinderungen stehen zunehmend unter Druck
Datum 09.08.2026
Geplante Änderungen bei der Refinanzierung tariflicher Personalkosten könnten soziale Angebote in Dortmund gefährden. Die Caritas unterstützt deshalb eine landesweite Petition.
Die Caritas Dortmund warnt vor den Folgen geplanter Änderungen bei der Refinanzierung tariflicher Personalkosten. Steigende Löhne könnten künftig nicht mehr vollständig ausgeglichen werden. Dadurch gerieten soziale Angebote wirtschaftlich unter Druck.
Grund sind geplante Änderungen bei der Finanzierung tariflicher Personalkosten.
Diese könnten soziale Einrichtungen und Dienste wirtschaftlich stark belasten. Bislang werden tarifbedingte Personalkosten grundsätzlich refinanziert.
Künftig könnte dieser Ausgleich jedoch eingeschränkt werden. Steigende Löhne wären dann nicht mehr vollständig finanziert. Für soziale Träger entstünden infolgedessen erhebliche Finanzierungslücken.
Gleichzeitig wächst der Bedarf an Beratung, Pflege und Unterstützung weiter an. Der Verband beschäftigt rund 2.300 Mitarbeitende in fast 60 Diensten und Einrichtungen. Sie unterstützen unter anderem Pflegebedürftige, Familien, Menschen mit Behinderungen und Menschen in sozialen Notlagen. Um faire Arbeitsbedingungen und die soziale Versorgung weiterhin zu sichern, beteiligt sich die Caritas Dortmund an der landesweiten Petition „Tariftreue besser machen!“. Sie fordert, tarifliche Personalkosten auch künftig vollständig zu refinanzieren.